Tipps für Angehörige und Freunde
Keine Vorwürfe machen
Der Betroffene ist nicht mit Absicht in die Situation geraten. Vorwürfe helfen selten, sie bewirken meist das Gegenteil.
Nichthelfen kann Hilfe sein
Der Betroffene soll nicht das Gefühl haben, alles laufe ja bestens. Er muss die Folgen seines Verhaltens zu spüren bekommen.
Sich nichts vormachen
Suchtmittelabhängigkeit ist keine momentane Krise, die von selbst wieder verschwindet, sondern eine Erkrankung, die professionelle Behandlung erfordert.
Hilflosigkeit erkennen
Abhängige sind weder willensschwach noch lieblos, sondern nicht in der Lage, sich selbst zu helfen.
Zu sich selbst schauen
Sich nicht ausschliesslich auf das Problem des Abhängigen konzentrieren. Wer nicht auch auf sich schaut, fällt längerfristig als Helfer aus.
Persönlichkeit des abhängigen Menschen respektieren
Auch der Suchtkranke muss letztlich die Verantwortung für sein Leben selbst übernehmen.
Eigene Angst überwinden
Wenn der Abhängige sein Verhalten nicht ändert, liegt es an jedem in seiner Umgebung, daraus die Konsequenzen zu ziehen.
Konsequent bleiben
Angekündigte Massnahmen müssen auch durchgeführt werden. Nichts androhen, was man nicht tun kann oder will.
Selbst Hilfe annehmen
Helfer werden stark belastet. Sie brauchen auch für sich Hilfe und Unterstützung, denn hilflose Helfer nützen niemandem etwas.
Hoffnung nicht aufgeben
Hoffnungslosigkeit lähmt!
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